parallax background

VORSTADTHOCHZEIT ANNO 1905 –
IN TRADITIONELLER TRACHT UND KOSTÜM
DER JAHRHUNDERTWENDE

Herren-Gilet Max von Juli von CS
DER 1. MAI STEHT AN: „AB INS DIRNDL, REIN IN DIE LEDERHOSE!“
26. März 2018
Trachten Fotosjhooting von Juli von CS
FOTOSHOOTING FRÜHJAHR SOMMER 2018
27. März 2018

Vorstadthochzeit anno 1905 – in Traditioneller Tracht oder Kostüm der Jahrhundertwende

Am Freitag, 26.5.2017 war es endlich wieder so weit, der schönste Münchner Künstlerball im Festsaal des Hofbräuhauses wurde eröffnet. Juli hat sich gewandet in traditioneller Tracht und für euch umgesehen.

Historie

Ein kulturhistorisches Erbe von Karl Arnold, Ludwig Thoma, Olaf Gulbransson, Liesl Karlstadt und vielen anderen.
Karl Arnold, ein zugereister Karikaturist, Mitarbeiter des Simplicissimus und Mitglied der Schwabinger Runde hatte im Jahr 1908 die Idee zur Münchner Vorstadthochzeit. 1908 war zwar die Zeit der legendären Künstlerfeste. Doch durch die jährliche Wiederholung wurde es bald zur Routine und „fad“. Aus diesem Grund kreierte Karl Arnold zusammen mit seinen Künstlerkollegen ein noch nie dagewesenes Fest. Es war inspiriert durch die vielen Komiker, Varietés, Kabaretts und Brettl Bühnen die es um die Jahrhundertwende in den deutschsprachigen Metropolen wie Berlin, Wien und München gab. Das Zeitgeschehen wurde frech musikalisch kommentiert.

Mit dem Kostümball der Vorstadthochzeit wollte Arnold den ehrbaren Münchner Bürgern den Spiegel vorhalten.

Was kam dann?

In den 20er Jahren wurde es still um die „Münchner Vorstadthochzeit“, erst 1951 arrangierte eine kleine Gruppe das Fest neu. Jedoch 1958 kam die Vorstadthochzeit wieder in Fahrt. Das neue Komitee nutzte seine gesellschaftlichen Beziehungen in München. Somit kamen viele bekannte Künstler, Politiker und Wirtschaftsbosse allesamt gewandet in der Mode um die Jahrtausendwende. Ein bunter Mix aus Leutnants in bayerischen Uniformen, Couleur- Studenten, Literaten, Vorstadttypen und freizügigen Damen.

Vorstadthochzeit 2017

Es war ein kurzweiliger Abend mit einem wunderbar harmonischen Brautpaar, mehr und weniger rührseligen Ansprachen, gesprochenem und gesungenem Kabarett. Die Hochzeitsgesellschaft entstammte standesgemäß dem Münchner Glasscherbenviertel-Adel. Das Publikum wurde mit eingebunden und schwang munter das Tanzbein zu Münchner Francaise, Polonaise, Polka und Walzer. Der weithin bekannte Tanzmeister vom Münchner Kocherlball, Magnus Kaindl gab fachkundig Anweisungen.
Als Hochzeitslader agierte in diesem Jahr wieder Bayerns bekanntester Gstanzlsänger und Hochzeitslader Bäff Piendl.

Das diesjährige Brautpaar war die Schauspielerin und Autorin Corinna Binzer, sowie der Schauspieler Andreas Bittl (hier als Allesschlucker und Planetenverkäufer). Für die musikalische Untermalung sorgte gekonnt wieder die Kapelle KaiserSchmarrn.

Die Hochzeitsgäste waren herzlich eingeladen am Künstlerball teilzunehmen solange sie nur in Kleidung und Kostüm um die Jahrhundertewende erschienen oder in traditioneller Tracht. Man sah Bäcker, Barone, Küchenmädels und Komtessen, fesche Blumenfräuleins sowie wunderbare traditionelle Tracht. Der Einzug der Jungfrauenkongregation „Weiße Lilie“ war ergreifend, ihr falscher Gesang rührte zu Tränen.

Und so darf man jährlich bei der „Vorstadthochzeit“ interessante „Gestalten“, pfiffige Einlagen, skurrile Darbietungen und vor allem viel Musik erwarten.

Für mich „der schönste Münchner Künstlerball“!

Eure Juli