parallax background

SALZBURGER RUPERTIKIRTAG 2018

Rosenheimer Herbstfest mit Juli von CS
ROSENHEIMER HERBSTFEST 2018
9. September 2018
Bauernherbst im Flachgau
BAUERNHERBST IM SALZBURGER LAND
29. September 2018

In meinem Trachten Blog möchte ich euch heute vom Salzburger Rupertikirtag berichten, ein kleiner Geheimtipp für alle die es nicht aufs Münchner Oktoberfest zieht.

Beim Rupertikirtag handelt es sich um das Domkirchweihfest am St.-Ruperts-Tag in Salzburg.
Dieses wird jährlich um den 24. September, dem Namenstag des heiligen Rupert, für fünf Tage abgehalten wird.
Veranstaltungsort sind die Plätze in der Salzburger Innenstadt rund um den Dom.
Der Rupertikirtag wird jährlich von mehr als 100.000 Menschen besucht und ist eines der traditionsreichsten Volksfeste Österreichs.

Geschichte

Kaiser Otto III. verlieh am 25. Mai 996 der Stadt Salzburg das Recht einen täglichen Markt abzuhalten.
Es gab damals im mittelalterlichen Salzburg zwei Jahrmärkte: ein Jahrmarkt in der Fastenzeit (seit dem 14. Jahrhundert) und ein noch älterer Herbstmarkt.
Diese so genannte Herbst-Dult ging aus einem Fest zu Ehren des heiligen Rupert hervor.
Diese wurde erstmals 1331 genannt.
Das Fest erinnert an die Überführung der Gebeine des hl. Rupert - dem Gründer der Stadt Salzburg und dem ersten Abt des St. Peter Stiftes.
Diese wurden vom Stift in den damals neu errichteten Dom gebracht. Das geschah am 24. September des Jahres 774 durch Bischof Virgil.

Kaiser Friedrich III. verbriefte im Jahr 1481/82 dem Bürgermeister und dem Rat der Stadt die beiden gewohnheitsrechtlichen Jahrmärkte durch eigene Jahrmarktsprivilegien.
Somit wurde der Rupertitag am 24. September wurde zum wichtigsten Handelstag.
Hier wurden rechtliche und geschäftliche Angelegenheiten, wie etwa Erbrechts- und Leibgeding geregelt. Im Mittelalter beschränkte sich der „Dult“ genannte Jahrmarkt zunächst auf den Dombereich und den Marktplatz.
Später wurden dann noch der Residenzplatz, der Kapitelplatzt, der Domplatz, der Universitätsplatz und der Marktplatz (heute Alter Markt) in die Dult einbezogen.
Das Fest wurde stets feierlich durch die Domglocken eingeläutet.
Wegen Seuchen konnte die Dult mehrfach nicht abgehalten werden, wie in den Jahren 1564, 1585, 1676 und 1680.
Ab 1856 wurde der Jahrmarkt für 30 Jahre auf den Mirabellplatz verlegt.
Später in die Franz-Josef-Straße und die angrenzende Schallmooser Hauptstraße.

Das 19. Jahrhundert

Jahrmärkte erlebten im ausgehenden 19. Jahrhundert eine Blüte.
Dies ist erklärlich, da es zu dieser Zeit weder Kino noch Fernsehen gab.
Beliebt waren Panoptikums, also Vorstellungen von Kuriositäten wie z.B. orientalische Vorstellungen, Theater über Indianer und auch die Zurschaustellung wilder Tiere.

Im 20. Jahrhundert

Erst 1924 wurde der Kirtag in der Innenstadt wiederbelebt.
Während des Zweiten Weltkriegs wurde die Dult ausgesetzt und 1946 wieder fortgesetzt.
Veranstaltungsorte waren jetzt die Hofstallkaserne und später der Volksgarten.
Schließlich wurde 1977 die „Rupertidult“ unter dem Namen „Rupertikirtag“ von Erwin Markl wieder auf die Plätze um den Salzburger Dom zurückgebracht.
Feiern auf dem Rupertikirtag
Prost auf den Rupertikirtag

Heutzutage

Besonders wichtig ist den Veranstaltern heute das historische Vorbild der Dult.
Deshalb stellen ausschließlich alte Fahrgeschäfte, Brauchtum und fast vergessenes Handwerk auf dem Rupertikirtag aus.
Es gibt keine hydraulisch betriebenen Fahrgeschäfte, laute Musik von CDs und große Werbetransparente.
Die Dult wirkt dadurch sehr authentisch und das zeigt sich auch in der wachsenden Besucherzahl.
Das Münchner Oktoberfest findet zeitgleich statt. Wenn man beide Feste vergleicht fällt auf wir warmherzig und familiär es in Salzburg zugeht.
Auch in der Tracht, die hier stolz getragen wird gibt es starke Unterschiede.
In Salzburg setzt man stark auf handwerkliche Kunst, authentische Stoffe und Drucke aus Österreich.
Auch die Länge der Dirndl sticht ins Auge. Kniefrei gibt es nicht und ist verpönt.

Aber macht euch doch selbst davon ein Bild und seid dabei im nächsten Jahr!

Und, vielleicht trifft man sich an einem der Standl mit am „guaten“ Sturm oder einem frisch gezapften Bier aus dem Salzburger Land.

Wir würden uns freuen!
Historisches Karusell auf dem Rupertikirtag
struzi
struzi
Ich bin ein Fashionprofi und liebe es zu designen. Besonders die Tracht hat es mir angetan. Seit zwei Jahren habe ich ein eigenes Label "Juli von CS". Bei mir könnt ihr Dirndl, Blusen und alpine Fashion kaufen. Seit kurzem gibt es auch Tracht für Männer und Juli hat noch eine kleine Schwester bekommen "Leni". Auf meinem Trachten Blog berichte ich über allerlei Wissenswertes rund um die Tracht und Veranstaltungen im Raum Salzburg und Bayern.